2020: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Liechtenstein und den Niederlanden unterzeichnet

DBM Liechtenstein Niederlande

Am 3. Juni 2020 haben die beiden Botschafterinnen der Regierung des Fürstentums Liechtenstein und Niederlanden gegenseitig ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) unterzeichnet. Das Abkommen dient der Beseitigung der Doppelbesteuerung im grenzüberschreitenden Kontext zwischen Liechtenstein und den Niederlanden. Die wirtschaftlichen Beziehungen und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Jurisdiktionen hinsichtlich Steuerthemen wird durch das Abkommen weiter ausgebaut und grenzüberschreitende Investitionen gefördert.

Ein Inkrafttreten des Abkommens wird per 1. Januar 2021 angestrebt. Die Umsetzung hängt allerdings von parlamentarischen Prozessen ab. Von Seiten Liechtensteins wird das DBA voraussichtlich für die Landtagssitzung im September traktandiert.

Das Abkommen folgt dem internationalen Standard der OECD zur Vermeidung der Doppelbesteuerung bei den Einkommens- und Vermögenssteuern, wobei die Ergebnisse aus dem Base Erosion and Profit Shifting (BEPS) Projekt zwischen der OECD und den G20 Staaten gegen die Gewinnverkürzung- oder verlagerung bei grenzüberschreitenden Sachverhalten berücksichtigt wurden.

Das Abkommen umfasst voraussichtlich die folgenden wesentlichen Regelungen und Besonderheiten:

Das Abkommen erhöht die Rechtssicherheit künftiger grenzüberschreitender Fälle und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Liechtenstein und den Niederlanden. Zudem ist es ein wichtiger Schritt zur Erweiterung des liechtensteinischen DBA-Netzes.

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